Wer kennt es nicht: das glatte iPhone rutscht aus der Hand und landet auf dem Boden. Kacheln, Asphalt und Glass haben in der Regel mindestens einen Riss im Display als Folge. Je nach Stärke des Aufpralls kann der Sturz aber auch schlimmere Schäden verursachen wie zum Beispiel ein Defekt der Kamera oder der Technik. Diese Reparaturen sind nicht allein wegen der hohen Kosten für Apple-Kunden ziemlich nervig, man muss auch während der Reparatur auf das Allroundtalent verzichten – davor schützt Dich eine iPhone Versicherung .

Geht man nur von einem Scheibenriss aus, lässt sich das relativ einfach reparieren. iPhone-Nutzer haben hier mehrere Optionen:

Option 1:  Man lässt den Schaden in einem Kiosk-ähnlichen Shop für relativ wenig Geld reparieren. Der günstige Reparaturpreis setzt sich aus billigen Ersatzteilen und Durchführung von nicht-Fachleuten zusammen.
Option 2: Man bestellt sich ein Reparatur-Set und legt selbst Hand an. Mit Hilfe einer Youtube-Anleitung und ein bisschen Übung kann das gut gehen – wenn nicht hast Du aber ein großes und vor allem teures Problem. Denn dann brauchst Du ein neues Gerät, was bei Apple mindestens 479 Euro fürs iPhone SE mit 32 GB bedeutet.

Option 3: Die dritte Option ist die Reparatur direkt bei Apple. Ob mit oder ohne Apple Care – Du musst bei einem Displaybruch mit Kosten in Höhe von mindestens 300 Euro rechnen, unter der Bedingung, dass der Schaden überhaupt reparabel ist. Denn Apple erstellt zunächst eine Diagnose, ob das Handy einer Reparatur unterliegt, zum Beispiel ob beim Sturz sich das Gehäuse verbogen hat und dadurch die Scheibe nicht mehr ebenmäßig aufliegen würde.

Schadenbeispiele aus dem Alltag

Displaybruch

Der Top-iPhone Schaden ist keine große Überraschung: mit 76 % aller Schäden ist der Displaybruch der Spitzenreiter. Doch Spitzenreiter ist der Diebstahlbruch nicht nur in der Häufigkeit des Schadens, sondern auch in den Reparaturkosten. Die Displayreparatur kostet im Apple-Store zwischen 311,10 Euro beim iPhone SE und bis hin zu ganzen 411,10 Euro beim iPhone 7 Plus.

Wasserschaden

Der gute alte Wasserschaden. Wer kennt‘s nicht? Einmal unachtsam gewesen und schon fliegt das Handy in die Kloschüssel oder in die Badewanne. Da überrascht die Platzierung nicht unbedingt. Auch der Wasserschaden zählt zum Eigenverschulden und ist daher in der Herstellgarantie nicht inkludiert.

Home-Button

Auch das kennen eigentlich nur iPhone-Fans: Der Home-Button ist defekt und wie häufig das vorkommt zeigt allein die Funktion des Herstellers, dass man sich den Home-Button in digitaler Version auf das Display schalten kann. Da reicht ein Krümel oder etwas Staub und schon ist der Knopf defekt.

Akku

Die Akkulaufzeit ist bei modernen Geräten schon ziemlich lang – was aber nicht heißt, dass die Lebensdauer eines Smartphone-Akkus genauso langwierig ist. Leider lässt sich der Alterungsprozess nicht kontrollieren, sondern nur mit einigen Vorsichtsmaßnahmen und guter Pflege verlangsamen, gänzlich verhindern lässt sich das aber nicht. Und so ist es auch in dem Fall keine große Überraschung, dass der Akku Platz 4 unter den häufigsten iPhone-Schäden belegt.

Kamera

Eine iPhone-Kamera kaputt zu bekommen ist in der Tat nicht so einfach wie das Display. Denn eigentlich ist die Kamera ein ziemlich zuverlässiger Bestandteil des Apple-Smartphones. Nichtsdestotrotz kann auch diese zu Schaden kommen – zum Beispiel durch einen Sturz. Es muss also nicht immer das Display sein.

Wie Du siehst kann beim iPhone einiges kaputt gehen, ohne dass man es beabsichtigt oder es drauf anlegt. Zum Beispiel Platz 2: Der Wasserschaden. Welcher Versicherer diesen Schaden übernehmen würde, erfährst Du in unserem Artikel zum Thema Wasserschaden beim iPhone.

Warum reicht die Hausrat nicht aus?

Wenn Du denkst, dass Dich Deine Hausratversicherung vor diversen Kosten aus Handyschäden bewahrt, dann müssen wir Dich leider enttäuschen. Die Hausratversicherung deckt nämlich eine ziemlich kleine Menge der möglichen Schäden ab. Zudem hat der Versicherungsschutz nur Gültigkeit, wenn der Schaden in der versicherten Immobilie entstanden ist. Außerdem sind im Hausratschutz keine Selbstverschulden wie zum Beispiel Displaybruch abgedeckt.

LeistungHausrat-VersicherungiPhone-Versicherung
Wasserschaden✓*
Diebstahl✓*
Elementarereignisse✓*
Bedienungsfehler
Struzschäden
Bruchschäden
Mobilfunkkosten

* Nur am Versicherungsort

Warum reicht die Hausrat nicht aus?

Wenn Du denkst, dass Dich Deine Hausratversicherung vor diversen Kosten aus Handyschäden bewahrt, dann müssen wir Dich leider enttäuschen. Die Hausratversicherung deckt nämlich eine ziemlich kleine Menge der möglichen Schäden ab. Zudem hat der Versicherungsschutz nur Gültigkeit, wenn der Schaden in der versicherten Immobilie entstanden ist. Außerdem sind im Hausratschutz keine Selbstverschulden wie zum Beispiel Displaybruch abgedeckt.

Hausrat-Versicherung

  • Wasserschaden*
  • Diebstahl*
  • Elementarereignisse*

* Nur am Versicherungsort

iPhone-Versicherung

  • Wasserschaden
  • Diebstahl
  • Elementarereignisse
  • Bedienungsfehler
  • Sturzschäden
  • Bruchschäden
  • Mobilfunkkosten

Wie kann ich mein iPhone versichern?

Es gibt zwei Möglichkeiten sich gegen hohe Reparatur- oder Neuanschaffungskosten zu schützen: Zum einen die Garantieverlängerung und zum anderen den sogenannten Schutzbrief.
Der Unterschied zwischen den beiden Versicherungen liegt im Wesentlichen in der Abschlussfrist. Während Du beim Handy-Schutzbrief von Assurant Dein Handy nur 3 Monate nach Kauf absichern kannst, gewährt Dir der Versicherer Ergo ganze drei Jahre. Das macht sich allerdings im Preis bemerkbar (immerhin 25 % teurer). Ansonsten bieten die Tarife kleine Unterschiede und überlassen dem Kunden die Entscheidung, was für ihn (un-)wichtig ist.

Welche Versicherung macht für mich Sinn?

Wenn Du nicht direkt nach dem Kauf den Versicherungsschutz abschließen möchtest, weil Du zum Beispiel Dir unsicher bist, ob Du den Schutz überhaupt brauchst oder weil Du erstmal die Zeit der Herstellgarantie abwarten möchtest, kann es im Zweifel dazu kommen, dass die Abschlussfristen verstreichen.

Dafür gibt es den „Spätzünder“-Tarif der Ergo direkt, der noch einen Abschluss ganze 3 Jahre nach Kauf gewährt. Allerdings übernimmt dieser Tarif nur widerrechtlich entstandene Mobilfunkkosten nur bis zu 200 Euro. Den Tarif gibt es sowohl mit als auch ohne Diebstahlschutz.

Besser ist es Du entscheidest Dich etwas schneller, denn die Assurant Handy-Schutzbrief-Tarife überzeugen hinsichtlich Leistungen und Preise, sind aber nur 3 Monate nach Kauf abschließbar. Übernommen werden hier ebenfalls Kosten für Sturz-, Bruch- und Wasserschäden sowie Bedienungsfehler. Auch hier hast Du die Wahl zwischen einem Tarif mit und ohne Diebstahlschutz, im Falle eines Diebstahls werden widerrechtlich entstandene Mobilfunkkosten bis zu ganzen 1000 Euro übernommen.

Du bist noch nicht überzeugt? In unserem Artikel „5 Gründe für eine Handyversicherung“ erfährst Du warum Du Dein Smartphone versichern solltest und wann Du getrost drauf verzichten kannst.

Worauf solle ich beim Abschluss achten?

Der Diebstahlschutz ist mindestens genauso wichtig, wie der Kostenschutz bei Sturz-, Bruch- und Wasserschäden. Die Geräte werden immer hochwertiger und teurer und der Diebstahl und Wiederverkauf für Diebe dadurch lukrativer. Als Geschädigter bleibst Du ohne einen Diebstahlschutz auf emotionalem und finanziellem Schaden sitzen.
Wenn möglich, raten wir dazu auf Tarife mit einer Selbstbeteiligung zu verzichten. Diese sind in der Prämie zwar oft günstiger, im Schadenfall wirst Du aber zur Kasse gebeten.
Wichtig ist, dass wenn Du schon eine Handy-Versicherung abschließt, dass diese auch möglichst umfangreich ist. Also sollten auch widerrechtlich entstandene Mobilfunkkosten (zum Beispiel durch Telefonate durch Dieb) in einem möglichst großen Umfang übernommen werden. Wir empfehlen dabei einen Richtwert von mindestens 200 Euro.
Beachte, dass beim Abschluss das Handy unbeschädigt sein muss. Widersetzt Du Dich der Schadensfreiheitsklausel und es wird durch den Versicherer aufgedeckt ist es ein Versicherungsbetrug und kann zur Anzeige gebracht werden. Außerdem erlischt der Schutz natürlich mit sofortiger Wirkung.

Fazit

Ein iPhone ist seinen Preis definitiv Wert, aber möchte man den hohen Preis auch zwei Mal zahlen? Weil einem das hochwertige Gerät gestohlen wurde oder es einen Ausflug ins Wasser nicht überlebt hat? Das wollen vermutlich die Wenigsten. Auch ein Displaybruch kann Dir als iPhone-Nutzer teuer zu stehen kommen. Vor diesen unnötig hohen Kosten schützt Dich im Fall der Fälle eine Handyversicherung und erstattet sogar bei Totalschaden eine anteilige Summe, die Du dann bei Bedarf in die Investition für ein neues Hightech-Wunder nutzen kannst.