Die Checkliste für Hundehalter

Nicht umsonst werden die süßen Vierbeiner im Volksmund „bester Freund des Menschen“ genannt. Ein Hund wird über die Jahre zum Teil der Familie und kann abgesehen vom besten Freund auch zum Kinder- oder Geschwisterersatz werden.

Alles wichtige zum Versicherungsschutz Ihres Vierbeiners erfährst Du in diesem Artikel.

Der treue Begleiter

Denkt man an das kuschelige Haustier, hat man zunächst nur die positiven Aspekte vor Augen: es ist immer jemand da, der sich freut, wenn man Heim kommt, man hat einen Beschützer und fühlt sich sicherer und die Kinder haben immer jemanden zum Spielen.

Der ganze Spaß ist aber nur ein kleiner Teil, der hinter der Hundehaltung steckt. Wenn man darüber nachdenkt, sich einen Hund zuzulegen, sollte man nicht vergessen, dass diese Anschaffung weitaus mehr mit sich bringt, als nur das Füttern und Kuscheln. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass ein Hund – je nach Rasse – zwischen neun und 20 Jahre alt werden kann und, dass man für diesen Zeitraum Pflichten zu erfüllen, vor allem aber, Kosten zu tragen hat.

Die Hundehaftpflichtversicherung und worauf es zu achten gilt

Neben den Pflichten wie das tägliche Gassi-Gehen, Füttern und Erziehen, müssen Tierhalter auch mit monatlichen Kosten rechnen. Neben „freiwilligen“ Kosten wie dem Spielzeug, Nahrung, Tierarzt, Hundesitter und Hundeschule gibt es auch für Hundehalter Kosten.

Dazu gehören die Hundesteuer und die Hundehaftpflichtversicherung. Die Höhe der beiden Abgaben hängt vom Wohnort und der Hunderasse bzw. -größe ab und kann daher je nach Bundesland und Hunderasse variieren.

Außerdem ist die Hundehaftpflichtversicherung nicht in jedem Bundesland und nicht für jede Hunderasse verpflichtend. Ob Du für Deinen Schützling eine Hundehaftpflichtversicherung brauchst, kannst Du der nachfolgenden Tabelle entnehmen.

BundeslandVersicherungspflicht fürBesonderheiten
Baden-WürttembergGefährliche Hunde und KampfhundeIm Einzelfall auch für „auffällige“ Hunde anderer Rassen
BayernGefährliche Hunde und Kampfhunde
BerlinAlle Hunderassen
BrandenburgNach Rassenliste, sowie „40/20-Hunde“*Unterscheidung nach Rasse und Gruppe sowie Hunde, die als gefährlich gelten und zwischen solchen, für die eine Gefährlichkeitsvermutung gilt.
Gefährliche Hunde müssen versichert werden, Tiere, für die eine Gefährlichkeitsvermutung gilt auch, es sei denn, man kann für den individuellen Hund in einem Wesenstest die Ungefährlichkeit nachweisen.
BremenGefährliche HundeGelistete Hunde, als auch Mischlinge der gelisteten Rassen
HamburgAlle Hunderassen
HessenNach RassenlisteGelistete Hunde, als auch Mischlinge der gelisteten Rassen
Mecklenburg-VorpommernKeine Versicherungspflicht
NiedersachsenAlle Hunderassen
Nordrhein-WestfalenGefährliche Hunde und Hunde mit Gefährlichkeitsvermutung, sowie „40/20-Hunde“*
Rheinland-PfalzNach RassenlisteGelistete Hunde, als auch Mischlinge der gelisteten Rassen
SaarlandNach RassenlisteGefährliche Hunde, deren Mischlinge und individuell als „gefährlich“ eingestufte Hunde
SachsenNach RassenlisteGefährliche Hunde, deren Mischlinge und individuell als „gefährlich“ eingestufte Hunde
Sachsen-AnhaltAlle HunderassenGefährliche Hunde, deren Mischlinge und individuell als „gefährlich“ eingestufte Hunde
Schleswig-HolsteinNach RassenlisteVersicherungspflicht gilt für alle neu angeschafften oder nach dem 01.03.2009 geborenen Hunde
ThüringenAlle HunderassenGefährliche Hunde, deren Mischlinge und individuell als „gefährlich“ eingestufte Hunde

* „40/20-Hunde“: Hunde mit einer Widerristhöhe ab 40 cm und Gewicht ab 20 kg.
Halter solcher Hunde müssen diese in Brandenburg den Behörden anzeigen und einen sogenannten Zuverlässigkeitsnachweis erbringen, in Nordrhein-Westfalen müssen diese Hunde mit einem Transponder ausgestattet werden.

* „40/20-Hunde“: Hunde mit einer Widerristhöhe ab 40 cm und Gewicht ab 20 kg.
Halter solcher Hunde müssen diese in Brandenburg den Behörden anzeigen und einen sogenannten Zuverlässigkeitsnachweis erbringen, in Nordrhein-Westfalen müssen diese Hunde mit einem Transponder ausgestattet werden.

Unsere Empfehlung

Der Uelzener-Tarif „Hundehalter-Haftpflicht Premium Plus (ohne SB)“ für 160 Euro pro Jahr. Der Tarif bringt keinen Selbstbehalt mit sich und deckt Sach- und Personenschäden bis zu 15 Mio Euro ab, genauso wie Vermögens- und Mietsachschäden. Mit diesem Tarif ist Dein Vierbeiner auch im Ausland für eine Dauer von zwölf Monaten geschützt.

Die günstige Alternative

Eine günstigere Alternative ist der Tarif „Haftpflichtversicherung 24“ des Versicherers AGILA. Mit gerade mal 49 Euro im Jahr kostet nicht mal ein Drittel des Uelzener-Tarifs, allerdings sind die Leistungen auch deutlich schwächer. Zum Einen bringt der Tarif eine Selbstbeteiligung in Höhe von 80 Euro pro Versicherungsfall. Die Deckungssumme für Sach- und Personenschäden beträgt nur 5 Mio Euro, für Vermögensschäden 500 000 Euro und Mietsachschäden sind gar nicht versichert. Der Auslandsschutz wird für zwei Monate gewährt.

Ignorierst Du die Vorgaben und Regelungen zum Hundehaftpflicht-Versicherungsschutz Deines Bundeslandes, kann es teuer werden. Denn das Nicht-Versichern wird mit hohen Bußgeldern geahndet. Sollte Dein Hund auffällig werden und dies durch Dritte an eine Behörde herangetragen, dann wirst Du als Hundehalter zur Rechenschaft gezogen. Es wird überprüft, ob Du über eine entsprechende Police verfügst. Ist dies nicht der Fall musst Du mit einem Bußgeld bis zu 10.000 Euro rechnen.

Gibt es weitere Hundeversicherungen?

Außer der Hundehaftpflichtversicherung gibt es auch für Hunde wie für Menschen eine Krankenversicherung. Diese ist für Hunde – im Gegensatz zur Krankenversicherung für Menschen – keine Pflichtversicherung, kann aber durchaus eine sinnvolle Investition sein.

Eine abgespeckte Version der Krankenversicherung und somit eine günstige Alternative ist die Hunde-OP-Versicherung. Hierbei werden – wie der Name schon sagt – ausschließlich Operationskosten versichert. Die Übernahme der OP-Kosten ist eine Komponente der Hunde-Krankenversicherung.

Die Hundekrankenversicherung

Genauso wie Menschen werden auch Tiere mal krank, müssen zum Tierarzt und medikamentös, ambulant oder gar stationär behandelt werden. Stationäre Behandlungen mit Krankenhausaufenthalt können sogar mehrere Tage dauern und dementsprechend für den Hundebesitzer eine große finanzielle Belastung werden.

Diese Kosten können von der Hundekrankenversicherung erstattet werden – vorausgesetzt, die Tarifwahl war gut überlegt und durchdacht. Vor allem Hundekrankenversicherungen sollten vor dem Abschluss äußerst genau unter die Lupe genommen werden, ansonsten kann es im Ernstfall trotz Versicherungsschutz teuer werden.

Außerdem sollte man sich so früh wie möglich für oder gegen den Abschluss einer Krankenversicherung für den Vierbeiner entscheiden, denn wie bei privaten Krankenversicherungen für Menschen, steigt der Versicherungsbeitrag mit dem Eintrittsalter.

Der Preis-Leistungs-Tarif

Bei den Hundekrankenversicherungen überzeugt der Versicherer HELVETIA mit seinem „PetCare Komplettschutz Komfort“-Tarif. Dieser Tarif versichert die Gesundheit Deines Vierbeiners (Mischlinge bis 44 cm) für knapp 46 Euro im Monat, bei einem Selbstbehalt von 20 Prozent je Leistungsfall. Die jährliche Leistungsgrenze ist nicht limitiert, die Erstattung erfolgt bis zu einem 2-fachen GOT-Satz, in besonderen Fällen sogar bis zum 3-fachen GOT-Satz.

Die günstige Alternative

Die günstigere Alternative stammt auch in diesem Fall aus dem Hause AGILA. Der Tarif „Tierkrankenschutz 24“ kostet für Deinen maximal 44 cm großen Mischling  nur 24 Euro im Monat, ist aber auch in den Leistungen schwächer. Beispielsweise ist die Deckungssumme auf 2 500 Euro pro Jahr begrenzt, genauso wie Erstausstattungen für ambulante und stationäre Heilbehandlungen.

Die Hunde-OP-Versicherung

Die Hunde-OP-Versicherung ist die günstigere und vielleicht sogar sinnvollere Alternative zur Hundekrankenversicherung. Genau wie die Hundekrankenversicherung übernimmt die OP-Versicherung in der Regel die Voruntersuchung sowie Nachbehandlung, je nach Versicherer sogar mit alternativen Behandlungsmethoden und in manchen Fällen gewährt sie einen Zuschuss für die Implantierung eines Chips.

Auch bei der OP-Versicherung hat man freie Tierarzt- und Tierklinikwahl und genießt Versicherungsschutz im Ausland. Der Unterschied liegt in erster Linie darin, dass keine Vorsorge- und Routinebehandlungen zu den Übernahmeleistungen gehören und diese Versicherung ausschließlich für absolute Not- bzw. Ernstfälle gedacht ist. Dieser Versicherungsschutz ist aber durchaus empfehlenswert, da aufwendigere Operationen meist mit einem Klinikaufenthalt verbunden sind und bis zu einem vierstelligen Eurobereich gehen können.

Der Peis-Leistungs-Tarif

Bei der Hunde-OP-Versicherung überzeugt der Uelzener-Tarif „OP-Versicherung (1-fach  GOT) bis 5 Jahre“ hinsichtlich Preis und Leistung. Die monatliche Tarifprämie beträgt für Mischlinge bis 44 cm (und maximal 1 Jahr alt) knapp 16 Euro, wobei bei der Uelzener nur eine vierteljährliche Zahlungsweise möglich ist (48,55 €/Quartal). Die Deckungssumme ist dabei unbegrenzt. Es gibt auch keinen Selbstbehalt im Schadensfall und die Wartezeit beträgt nur einen Monat.

Die günstige Hunde-OP-Versicherung

Eine deutlich günstigere Alternative ist der AGILA-Tarif „OP-Kostenschutz 24“. Pro Monat kostet der Tarif für den oben genannten Hund gerade mal 8,90 Euro, bringt aber einen Selbstbehalt in Höhe von 20 Prozent je Leistungsfall mit sich. Die jährliche Leistungsgrenze beträgt 1 500 Euro, die Erstattung erfolgt nach dem 3-fachen GOT-Satz.