Viele Urlaubsziele sind aktuell günstiger denn je, schon für 500 Euro ist ein Luxus Strandurlaub in der Türkei buchbar. Klingt gut, doch war da nicht was? Wir klären auf, was Du bei einer Reise in Krisenländer beachten musst, was im Ernstfall zu tun ist und welche Reiserücktrittsversicherung bei Terror aufkommt.

Endlich findet man das passende Angebot und träumt schon von Strand, Sonne und Erholung – doch die Nachrichten über politische Unruhen und Terroranschläge in der Welt überschlagen sich. Frankreich, Türkei, Thailand oder Belgien – die Liste von Ländern mit Anschlägen oder Unruhen wächst stetig und wird es wahrscheinlich leider auch weiter tun.

Dies sollte Dich jedoch nicht vom Reisen abhalten. Die meisten Touristen sind sicher, wenn sie sich an bestimmte Regeln halten und informiert bleiben.

Eine Frage, die sich bei der Auswahl des Reiseziels stellt ist dann, ob die Sicherheitslage wirklich so angespannt ist oder man ein Angebot bedenkenlos wahrnehmen kann. Selbst in Deutschland wächst die Angst vor terroristischen Anschlägen immer mehr, wie diese ZDF Umfrage (1217 Befragte) zeigt.

Die wichtigste Regel: Informiert bleiben bei Terrorwarnung

In solchen Situationen sollte man auf den Rat des Auswärtigen Amtes hören und sich immer nach aktuellen Informationen umschauen. Die Türkei ist zum Beispiel aktuell ein großes Thema und verursachen bei manchen sogar Panik. Auch Länder wie Tunesien, Ägypten und Belgien erscheinen als nicht ganz sicher. Das Auswärtige Amt warnt vor erhöhter Gefahr in einigen dieser Länder, spricht jedoch ausdrücklich keine Reisewarnung aus.

Bei einer Reiseplanung solltest Du Dich also nicht von aktueller Hysterie oder einer Schlagzeile beeinflussen lassen, sondern auf den Rat der Experten hören. Eine Reise an die französische Côte d’Azur wird beispielsweise nicht gefährlicher eingestuft als ein Reise an die Ostsee.

Orangen, Grapefruit und Granatapfel

Covomo Tipps für Reisende

Die aktuellen Nachrichten verdeutlichen wie wichtig es ist, flexibel auf extreme Situationen reagieren zu können. Hat jemand seine Reise vor einem halben Jahr gebucht und ist das Reiseziel nun Opfer eines Anschlages geworden, ist es sehr wahrscheinlich und verständlich, dass man die Reise nicht antreten möchte. Normalerweise wäre eine Reiserücktrittsversicherung sehr praktisch, doch auch hier müssen Touristen aufpassen:

Wann greift eine Reiserücktrittsversicherung?

Die Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Reiserücktrittsversicherung ist ein wichtiger, nachweisbarer Rücktrittsgrund, der plötzlich und vor allem unerwartet eingetreten ist. Jede Versicherung definiert die von ihr akzeptierten Rücktrittsgründe anders. Krieg, Bürgerkrieg, politische Unruhen und kriegsähnliche Ereignisse sind meistens vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Das bedeutet für Reisende, dass sie die Kosten für eine Umbuchung oder einen Reiseabbruch aus eigener Tasche zahlen müssen, trotz bestehendem Versicherungsschutz.

Tipp: Ein Anbieter für Reiserücktrittsversicherungen – und zwar die Allianz – versichert in ihren Einzelreisetarifen „Elvia Komplettschutz“ Terror als Rücktrittsgrund. Im Falle eines Terroranschlages, welcher sich 30 Tage vor dem Reisebeginn in einem Umkreis von 100 km um die gebuchte Reiseunterkunft herum ereignet hat, übernimmt der Versicherer anfallende Stornierungsgebühren.

Welche Länder sind nun gefährlich und welche nicht?

Eine offizielle Reisewarnung besteht laut dem Auswärtigem Amt weder für Frankreich noch für die Türkei, trotz der Anschläge und Unruhen in den letzten Monaten.

Länder die als gefährlich eingestuft werden, sind Länder in denen mehrjährige Kriege oder ständige Unruhen herrschen. Diese Länder sollten stets gemieden werden. Rücktrittsversicherungen gelten für diese Gebiete nicht. Buchst Du dennoch eine Reise in eins dieser Gebiete bleibst Du im Falle eines Rücktritts auf den Kosten sitzen. Dies gilt auch für Auslandskrankenversicherungen.

Ein einziger Terroranschlag macht also nicht gleich Deinen Urlaub in das jeweilige Reiseland kaputt. Halte Dich an die Anweisungen des Auswärtigen Amtes und schränke Dich nicht unnötig ein.

Vorsicht vor „All-inclusive-Schnäppchen“ in Krisenländern

Gehe achtsam mit günstigen Angeboten um. Besonders verlockend klingen die All-inclusive Angebote für Ägypten, eine Woche für knapp 500 Euro in einem hochwertigen Hotel. Da sich Ägypten jedoch offiziell auf der Liste der 25 Länder mit Reisewarnung befindet, solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass eine erhöhte Gefahr an einigen Orten oder im ganzen Land besteht.

Die Preise sind nicht ohne Grund so günstig – sei Dir dem vor der Buchung bewusst.

Warum wir dennoch reisen müssen

Auch, wenn es aktuell so erscheint, dass Reisen gefährlich ist: der Terrorismus ist zumindest in Europa kein Alltag und auch nicht zu fürchten. Wenn man mit guter Planung und Augenmaß verreist, lässt man sich nicht von einigen wenigen Terroristen das Leben diktieren. Abschließend können wir uns daher dem Gastbeitrag von Stephan Thome voll anschließen:

„Terror und politische Unruhen – in diesem Sommer spricht viel gegen das Reisen. Aber nur, wenn wir in die Fremde aufbrechen, erkennen wir uns selbst.“

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