Überlegst Du Dir, eine Katze anzuschaffen? Oder besitzt Du schon einen flauschigen Vierbeiner? Mit ihrer verspielten Art bringen Katzen viel Freude in Dein Haus. Ein Katzenbesitzer zu sein, bedeutet jedoch viel mehr, als mit Deinem Haustier zu schmusen und zu spielen.

Es erfordert auch, dass Du Dich um eine angemessene Pflege Deiner Katze kümmerst. Katzen können, wie jedes andere Haustier auch, eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen wie Allergien, Flöhe und Probleme mit der Verdauung entwickeln. Eine der häufigsten Krankheiten bei Katzen ist eine Wurminfektion. Im folgenden Beitrag erfährst Du, wie Du einen Wurmbefall erkennst und behandeln lassen kannst.

Was sind Katzenwürmer?

Bei einem Wurmbefall nisten sich Parasiten in den Körper Deiner Katze ein, deren Eier dann über den Kot ausgeschieden werden. Die typischen Arten von Katzenwürmern sind Bandwürmer, Fadenwürmer und Hakenwürmer.

Der häufigste unter ihnen, der Fadenwurm, verursacht bei Katzen Durchfall und Erbrechen und führt zu Gewichtsverlust, Lethargie und einem dickbäuchigen Aussehen. Bandwürmer setzen sich an den Wänden des Dünndarms fest und entziehen der Katze wichtige Vitamine und Mineralien. Die Katze nimmt nach und nach ab. Hakenwürmer sind ein besonders harter Fall, denn diese haken sich an die Wände des Katzendarms und sorgen hier für stetigen Blutverlust bis hin zur Anämie. Herzwurminfektion können bei einer Katze sogar schwerwiegende Folgen wie Krampfanfälle, Erbrechen und Blindheit haben.

Das Infektionsrisiko mit Würmern ist für Freigängerkatzen besonders hoch, wenn sie sich durch infizierte Beutetiere anstecken und Wurmeier über die Nahrung aufnehmen. Bei engem Kontakt zu dem Vierbeiner können Wurmeier auch auf den Menschen über eine Schmier- und Schmutzinfektion übertragen werden und dabei Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Fieber und Blutarmut auslösen. Generell kann Dein Körper, wenn er sonst gesund ist, einen Wurmbefall jedoch gut kontrollieren, sodass eine Infektion in vielen Fällen für den Menschen beschwerdefrei abläuft.

Katze sitzt auf dem Gartenzaun.

Wie Du einen Wurmbefall erkennst

Die meisten infizierten Katzen sind gerade im Anfangsstadium des Befalls frei von Symptomen und machen es dem Besitzer damit schwer, Anzeichen von Würmern zu erkennen. Wenn Deine Katze jedoch anfängt, an Gewicht zu verlieren oder erbricht und Durchfall hat und generell abgeschlagen wirkt, kann das ein Hinweis auf einen Wurmbefall sein.

Besonders, wenn Du Teile von Würmern im Kot oder im Erbrochenen Deiner Katze entdeckst, solltest Du alarmiert sein. Hast Du schon einmal bemerkt, dass Deine Katze sich oft ihr Hinterteil am Boden kratzt? Irritationen um den Anus herum können ebenfalls ein Anzeichen für einen Wurmbefall sein. Mitunter kommt es durch den Nährstoffentzug außerdem zu Gedeihstörungen, also einer Verzögerung der körperlichen Entwicklung Deiner Katze.

Wann Du Deine Katze einer Wurmkur unterziehen solltest

Eine Wurminfektion verursacht nicht nur bei Deiner Katze schwere Beschwerden und mögliche Folgeerkrankungen, sondern ist schnell auch auf andere Katzen und sogar Menschen übertragbar. Besonders Kinder sind hier gefährdet. Aus diesen Gründen ist eine regelmäßige Behandlung von Katzen und vor allem auch Jungtieren zur Vorbeugung oder Beseitigung von Würmern sehr wichtig.

Kätzchen können sich schon im Mutterleib oder über die Muttermilch mit Würmern anstecken. Deshalb ist eine entsprechende Behandlung von trächtigen Tieren ebenso sinnvoll. Je früher Du mit der Behandlung beginnst und je regelmäßiger Du diese durchführst, desto gesünder werden Dein Vierbeiner und Du durchs Leben kommen.

Wie oft und wann Du mit Deiner Katze für eine Wurmkur zum Tierarzt musst, hängt auch von den Lebensumständen Deines Stubentigers ab. Hast Du eine Katze, die sich nur im Haus aufhält, reicht meist eine Wurmkur zwei bis dreimal im Jahr. Ist Deine Katze ein Freigänger und viel in Kontakt mit anderen Tieren, so ist die Gefahr einer Infizierung um ein Vielfaches größer. Hier solltest Du Deine Katze mindestens viermal pro Jahr einer Wurmkur unterziehen.

Nicht zuletzt ist eine Wurmkur auch vor einer Impfbehandlung zu empfehlen, da bei einem starken Wurmbefall die Wirksamkeit der Impfseren mitunter nicht mehr vollständig gegeben ist. Manche Katzenbesitzer lassen vor einer Wurmkur erst eine Kotuntersuchung beim Tierarzt durchführen, die feststellt, ob die Katze von Würmern befallen ist. Erst bei Bedarf wird die Katze dann der Wurmkur unterzogen.

Wie läuft eine Wurmkur ab?

Die Regelmäßigkeit einer Wurmkur ist auch deshalb vonnöten, da die Wurmkur an sich Infektionen nicht verhindert, sondern ausschließlich bereits vorhandene Würmer abtötet. Gleichzeitig aber verzögert sie einen erneuten Wurmbefall und die Vermehrung der Würmer hinaus und schützt somit vor weitreichenden gesundheitlichen Folgeschäden für Deinen Schmusetiger. Es gibt unterschiedliche Mittel, die für eine Wurmkur eingesetzt werden wie z.B. Tabletten, Pasten oder Spritzen, die der Tierarzt verabreicht. Die meisten Medikamente sind rezeptpflichtig, so ist ein Besuch beim Tierarzt meist nicht zu umgehen.

Was ist außerdem zu beachten?

Zu einer Wurmbehandlung kann noch eine Stuhluntersuchung hinzukommen. Mit der Kotuntersuchung ist es dem Tierarzt möglich, genau zu identifizieren, welcher Wurm Deine Katze befallen hat, um dann die geeignete Behandlung einzuleiten. Ein weiterer Test, den Du in Erwägung ziehen solltest, ist der sogenannte Herzwurmtest. Hier wird einmal im Jahr das Blut Deiner Katze auf die potenziell tödlichen Herzwurmkrankheiten untersucht.

Katze liegt auf dem Rücken im Bett.

Mit diesen Kosten musst Du rechnen

Tierarztbesuche spielen eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der allgemeinen Gesundheit Deiner Katze. Jeder Besitzer sollte also damit rechnen, jedes Jahr einen bestimmten Betrag für die Versorgung und Vorsorge seines Haustieres auszugeben. Im Normalfall lassen sich diese Kosten relativ gut kalkulieren, so auch die einer Wurmbehandlung. Diese liegen in der Regel je nach Aufwand und Schweregrad der Erkrankung zwischen fünf und 20 Euro. Mit einer zusätzlichen Kotuntersuchung liegst Du bei 15 bis 30 Euro. Der Herzwurmtest wiederum kostet zwischen 40 und 50 Euro. Viele Katzenkrankenversicherungen zahlen Zuschüsse für eine Wurmkur, sodass die Kosten bis zu einer bestimmten Grenze abgedeckt sind oder übernehmen sogar die kompletten Kosten.

Fazit: Regelmäßige Tierarztbesuche sind Pflicht

Um Deine Katze vor gefährlichen Erkrankungen durch Wurminfektionen zu schützen, solltest Du sie regelmäßig einer Wurmkur unterziehen. Je früher Du damit anfängst, desto besser ist Dein Vierbeiner sein ganzes Leben lang geschützt. Wie oft die Wurmkur tatsächlich notwendig ist, hängt auch davon ab, ob Deine Katze viel draußen unterwegs ist und wie viel Kontakt sie mit anderen Tieren hat. Insgesamt ist eine Wurmbehandlung pro Quartal empfohlen. Kotuntersuchungen helfen zusätzlich, den genauen Bedarf und die richtige Behandlungsmethode festzulegen.